Über mich

Seit vielen Jahren stehe ich als professionelle Cellistin auf der Bühne – in großen Konzertsälen ebenso wie in kleinen, konzentrierten Formaten.

Schon früh hat mich die Frage beschäftigt, wie Musik als direkter Dialog entstehen kann: als unmittelbarer, wortloser Austausch zwischen Musiker:innen und Zuhörenden. Aus dieser Fragestellung heraus hat sich mein Verhältnis zu traditionellen Konzertformaten im Laufe der Zeit verändert. In großen Konzertsälen habe ich die Kraft erlebt, Musik mit vielen Menschen zu teilen. Gleichzeitig blieb dort für mich oft eine spürbare Distanz zwischen Bühne und Publikum.

Heute wende ich mich bewusst kleineren, unmittelbaren Formaten zu, in denen Musik nicht auf Distanz präsentiert wird, sondern in einem gemeinsamen Raum entsteht. Zuhören und Spielen sind Teil desselben Vorgangs – einer konzentrierten Präsenz, in der Musik als Beziehung erfahrbar wird. In dieser Nähe liegt für mich die Essenz des Musizierens.

Aus diesem Verständnis heraus ist contemplation entstanden.

Cecilia Sipos

Musikalischer Werdegang

  • Studium Violoncello und Barockcello (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Kunstuniversität Graz, Anton Bruckner Privatuniversität Linz)
  • 2003–2004 Mitglied des Grazer Philharmonischen Orchesters
  • 2004–2019 Mitglied des Tonkünstler-Orchesters Niederösterreich
  • Langjährige Tätigkeit als Solistin, Kammermusikerin und Orchestermusikerin
  • Mitglied verschiedener Kammermusikensembles, u. a. Lombardini Quartett und Ensemble Trisonante
  • Konzerttätigkeit in Europa sowie in Japan, Aserbaidschan, Turkmenistan und Georgien
  • Auftritte u. a. bei ImpulsTanz Wien, Styriarte Graz, Kultursommer Wien, Sommerfestival Grafenegg, Europäischen Wochen Passau, Jewish Festival Budapest
  • Zahlreiche CD-Produktionen, darunter das Soloalbum für Barockcello contemplation